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[N] Ganztagesfahrt ins Marchfeld - Mensa-NÖ

  • Wann
    Samstag 09.10.2021 09:00-20:00
  • Ort
    Marchfeld NÖ
  • Typ
    Allgemein
  • Teilnehmer
    Loc Wien V, Loc NÖ V, Loc Bgld V

  • .ics-Datei laden (Termin zu Outlook oder iCal hinzufügen)

Ganztagesfahrt ins Marchfeld - Mensa-NÖ

Leitung/Führung: Historiker Dr. Wolf-Dietrich Mazakarini
Datum: Samstag, 9. Oktober 2021, ganztägig
Abfahrtszeit: 9 Uhr
Ende: ca. 20 Uhr (Heuriger)
Treffpunkt/Busabfahrt: Vor dem Heeresgeschichtlichen Museum in 1030 Wien, Arsenal, Objekt 1,
Ghegastraße
Kosten: 45 € für Bus und Führung. Selbstzahler: Mittagessen und Eintritt Kreuzenstein (10 € Gruppenpreis), Heuriger (fakultativ).
Bitte die jeweils geltenden Corona-Regeln beachten!
Anmeldung bis 1. Oktober erforderlich!
Auskunft bei <LocSecNOe@mensa.at> (Tassilo)

Fahrt vom 9. Oktober 2021

Das wohl fruchtbarste Gebiet Österreichs ist das Marchfeld. Hier wohnten schon Menschen in der Altsteinzeit in Siedlungsverbänden. In der Jungsteinzeit war den Bewohnern dieses Gebietes die hohe Bodenqualität bewusst, daher mussten sie ihr Land vor Eindringlingen schützen und bauten für ihr kostbarstes Gut, das Vieh, Kreisringfestungen. Oft gab es Besitzwechsel in diesem Gebiet. Die Kelten (hauptsächlich der Stamm der Boier) hatten hier viele Siedlungen, wurden jedoch im ersten Jahrhundert vor der Zeitenwende von den Germanen vertrieben.
Auch von der Ostseite war dieser Landesteil bedroht (Magyaren und Türken). Fast bei jeder Siedlung befand sich eine Wehranlage, in der Ebene Wasserfestungen und Wehrkirchen und viele Burgen und Wehrkirchen auch auf Anhöhen. Wegen dieser Gefahren aus dem Osten wurden bei den Wehrkirchen die Türme an der Ostseite errichtet. In der Barockzeit, vor allem durch die Siege Prinz Eugens, kam es dann zu Umgestaltungen der meisten Festungen zu Schlössern. Auch heute besitzen dort noch viele Adelsfamilien ihre Schlösser.

Besichtigungsroute
1. Groß Schweinbarth: ehemaliges Platzdorf, urkundlich 1140 als Markt erwähnt. Wehrkirche 'heiliger Martin', im Kern mittelalterlich, barock umgestaltet. Kirche von mittelalterlicher Wehrmauer umgeben. Schloss im Süden des Ortes, ehemals Festung, diese wurde oftmals umgebaut. Die Eigentümer sind die Grafen Abensperg-Traun, die uns erlauben, das Schloss zu besichtigen. Die Familie zählt zu den sogenannten „Apostelgeschlechtern“, jenen rund sechzehn Familien, die schon zur Zeit der Babenberger (976 bis 1246) in Österreich eine Rolle spielten und von denen bis heute nur noch vier in Österreich existieren (neben den Abensperg-Traun die Liechtenstein, Starhemberg und die Fürstenberg-Weitra).
2. Mittagessen: in dem wohl bekanntesten Lokal des Marchfeldes, dem Marchfelderhof in Deutsch Wagram. <https://www.marchfelderhof.at/kueche-keller/speisekarte/>
3. Probstdorf: die älteste Kirche des Marchfeldes erbaut zu Beginn des 11. Jahrhunderts, geweiht dem heiligen Stefan.
4. Groß Enzersdorf: Pfarrkirche Maria Schutz, ursprünglich als einschiffige romanische Kirche erbaut. Wobei die Kirche von Probstdorf als Vorbild diente. In der Frühgotik, als die Einwohnerzahl des Dorfes immer größer wurde, wurden an den Seiten frühgotische Schiffe angebaut.
5. Burg Kreuzenstein (Eintritt 10 €): ehemals mittelalterliche Festung bis 1645, die durch die schwedischen Truppen des Generals Torstensson anlässlich ihres Abzuges gesprengt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Wiederaufbau durch den Grafen Johann Nepomuk Wilczek. In dieser Burg befindet sich eine einmalige Sammlung mittelalterlichen Burginventares.
6. Heurigenbesuch am Stadtrand von Wien (Selbstzahler).
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